Braucht denn heutzutage jede Mama einen Blog??

Als Béa von der Tollabox letztens einen meiner Artikel auf Facebook postete, kam ich mit meinem jungen Blog zum ersten Mal mit der breiten Öffentlichkeit in Berührung. Ich freute mich sehr über die viele positive Resonanz, aber da war so ein kleines negatives Stimmchen. Es war gar kein schlimmer Kommentar, aber eine Frau fragte leicht genervt, ob denn nun jede Mama einen eigenen Blog bräuchte.

Laptop-Tastatur

Es ist aber auch furchtbar – da macht man dieses Internet an und plötzlich öffnen sich hunderte Fenster mit Mamablogs. Wie die Pilze schießen sie aus dem Desktop und müllen den ganzen PC zu… Mal im Ernst, wen etwas nicht interessiert, der braucht es doch nicht zu lesen. Ich schaffe es auch täglich hunderte Blogs übers Abnehmen, Schminken, Muskeln aufbauen, Auswandern, Kanarienvögel oder Ähnliches zu ignorieren. Sie interessieren mich nicht, aber sie stören mich auch überhaupt nicht. Natürlich kann man Kinder auch ganz wunderbar ohne Elternblogs großziehen, genau wie man Karriere ohne Karriereberater und Sport ohne Fitnessblogs machen kann. Ich lese trotzdem viele und ganz verschiedene Elternblogs, denn…

Elternblogs unterscheiden sich ganz gewaltig

Bei manchen findet man Rat auf seine Probleme, andere unterhalten, manche sind sachlich distanziert, andere geben sehr persönliche Einblicke in ihr Leben, viele geben Anregungen für den eigenen Alltag und für die eigene Erziehung. Manche erzählen ihre Geschichten mehr in Bildern, andere in Worten.

Nicht nur die Blogs an sich, auch die Familien unterscheiden sich gewaltig. Manche Bloggerinnen haben gerade eine Baby bekommen, andere wuppen eine Großfamilie. Manchmal geht Mama oder Papa oder beide oder Mama und Mama arbeiten. Manche erzählen vom Leben mit Kindern in der Großstadt, andere leben auf dem Land.

Auch für kreative Köpfe gibt es verschiedene Blogs. Bei mir werdet ihr höchstwahrscheinlich keine schönen Basteleien finden, sondern eher Dinge für Grobmotoriker. Auch keine Rezepte oder Bilder für raffinierte Gerichte, da ich mehr ein Fan der schnellen, wenn auch gesunden Küche bin. Dennoch sehe ich mir gerne Blogs an von Menschen, die da mehr Muse haben.

>> Je mehr Eltern bloggen, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass man einen Blog findet, mit dem man sich identifizieren kann.

Warum gibt es plötzlich so viele Elternblogs?

Auch Eltern brauchen Freizeit. Niemand vernachlässigt seine Kinder, wenn er sich abends vor den Computer setzt. Statt im Fernseher Frauentausch zu kucken, lässt man den Tag Revue passieren, schreibt interessante Artikel, vernetzt sich mit anderen Blogger*innen, bekommt nebenbei bessere CMS-Kenntnisse und leert einfach mal das Hirn. Ich halte das für eine großartige Freizeitbeschäftigung und denke, dass noch viel mehr Eltern etwas zu sagen hätten.

Also – braucht denn nun jede Mama ihren eigenen Blog?

Nö, natürlich nicht. Aber ich finde, dass sich niemand davon abschrecken lassen sollte, mal zu probieren, ob das Schreiben das Richtige für sie oder ihn ist.

Also ihr Lieben, haut in die Tasten! Ich freue mich über interessante Blogs und viele Anregungen! :)

 

Nachtrag:
Passend dazu habe ich gerade ein lesenswertes Interview mit Susanne Mierau von geborgen-wachsen.de zum Thema Elternblogs gefunden!

Ein Gedanke zu “Braucht denn heutzutage jede Mama einen Blog??

  1. Danke für den schönen Text.
    Ich finde auch das jeder Blog anders ist und bei jedem etwas schönes dabei ist.
    Abschrecken lassen sollte man sich wirklich nicht, der Spaß ist schließlich der der zählt ;-)
    LG Sarah

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