Meine Geschichte
Nina und ich haben schon vor unseren Kindern darüber gesprochen, wie wir uns das vorstellen: dass wir uns beide um sie kümmern wollen — nicht nebenbei, sondern wirklich. Für mich war früh klar, dass ich direkt nach der Geburt in Elternzeit gehe. Und ich konnte mir vorstellen, später noch einmal länger auszusteigen, wenn Nina wieder ins Berufsleben zurückkehrt.
Trotzdem war da dieses diffuse Unbehagen, das ich bis heute gut kenne — keine konkrete Angst vor einer bestimmten Sache, eher ein Gefühl: Ist das richtig? Was denken die anderen? Verliere ich den Anschluss? Genau dieses Gefühl begegnet mir bei vielen Vätern, mit denen ich heute spreche.
Ich habe die Elternzeit genommen. Mehrmonatig, mit beiden Kindern. Wir haben die Care-Arbeit zu 50-50 aufgeteilt. Und ich bin beruflich trotzdem weitergekommen — heute übernehme ich eine Führungsposition mit Personalverantwortung.
Was ich daraus mitnehme: Die Entscheidung selbst war nie das eigentliche Problem. Das Problem war, sie ohne Klarheit zu treffen. Genau dabei möchte ich anderen Vätern helfen.